Tagesausflüge

Etwas weiter weg, aber ideal für einen Tagesausflug sind folgende Orte.

Ravenna

Eine Fahrstunde von Perticara (70 km) entfernt liegt Ravenna, eine alte Stadt, die berühmt ist für ihre vielen Mosaiken. Nicht weniger als acht frühchristliche Bauwerke in Ravenna stehen auf der Welkulturerbeliste der UNESCO, mit der achteckigen Basilika von San Vitale, erbaut zwischen 526 und 547, als Höhepunkt der Byzantinischen Baukunst. Der berühmte italienische Schriftsteller Dante Alighieri, der neben der Basilika des San Francesca begraben liegt, beschrieb die Mosaiken in seiner Göttlichen Komödie (1321) nicht umsonst als eine ‘Symphonie der Farben’ – die Reflexionen Tausender goldener Steinchen machen es zu einem beeindruckenden Schauspiel.

Lustige Tatsache: Wissen Sie noch, wie Ihnen früher manchmal gerade noch ein kleines bisschen Platz fehlte, um ein Wort noch auf eine Zeile zu schreiben? Dann fingen Sie an, die Schrift zusammen zu quetschen, oder sie bogen nach unten ab beim Versuch, den Text doch noch drauf zu bekommen. Nun denn, dieses Problem sehen Sie auch in der Basilika von San Vitale, wo der Künstler Mühe hatte, die Namen der zwölf Apostel im Mosaik festzuhalten. Sie passten gerade nicht mehr drauf!

Urbino

Etwas weiter von Perticara weg, etwa anderthalb Fahrstunden entfernt, liegt das historische Universitätsstädtchen Urbino. Rund gerechnet ein Drittel der Einwohner sind Studenten, es herrscht also ein geselliges Treiben. An der Sommeruniversität werden Italienischkurse gegeben, und die Piazza della Repubblica, das Herz der Stadt, bildet die perfekte Bühne, auf der man das Gelernte in die Praxis umsetzen kann. Um diesen Platz herum liegen lauter kleine Straβen – manche ganz schön steil – mit gemütlichen kleinen Läden und Boutiquen. Zum Glück können Sie hier in Ruhe wandern, denn es gibt wenig Verkehr: Vor den Stadtmauern müssen Besucher ihr Auto zurücklassen.

Urbino verdankt seine Entwicklung dem Herzog von Montefeltro, welcher die Stadt von 1444 bis 1482 leitete. Dieser Federico was nicht nur sehr reich, sondern auch ein groβer Kunstliebhaber. Er erbaute den Palazzo Ducale, wozu er viele berühmte Künstler und Architekten jener Zeit in Anspruch nahm. Die Fassade mit den verschiedenen, übereinander liegenden Loggien diente lange als monumentaler Eingang zur Stadt. In Urbino steht auch das Geburtshaus des Malers Raffael. Wer dessen Werk sehen möchte, der kauft am besten eine Eintrittskarte für die Galleria Nazionale delle Marche, die im Palazzo Ducale untergebracht ist. Dieses Museum verfügt über eine der bedeutendsten Sammlungen von Renaissance-Gemälden in der Welt, absolut einen Besuch wert. Wenn Sie die Stadt wieder verlassen, können Sie die rampa nehmen; einen Turm aus dem 15. Jahrhundert mit Wendeltreppe. Diese führt Sie wieder zum Parkplatz zurück.

Assisi

Vor allem bekannt als der Geburtsort von Franz von Assisi. Eine wunderbar erhaltene Stadt mit vielen schönen Kirchen, Klöstern und Häusern. Höhepunkt ist die drei Stockwerke zählende Kirche von San Francesco. Sie kann in der Hochsaison ziemlich stark von Touristen besucht sein.

Cesenatico

Bertinoro

Romagna DOC Sangiovese

Sangiovese ist der beste Vertreter des Romagna-Gebietes, da er alle Merkmale dieser Landschaft Italiens widerspiegelt.

Die Rebsorte Sangiovese ist eine der ältesten italienischen Rebsorten und ihre Trauben dienen zur Herstellung von berühmten Weinen wie Brunello di Montalcino, Chianti und noch anderen. In Romagna und Bertinoro hat diese Rebsorte ideale Anbaubedingungen gefunden. Das Klima ist sehr günstig: Frische Sommer folgen kühlen Winter einander und es gibt starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. All das führt dazu, dass die Weinbeere einen perfekten Reifungsgrad erreichen. Aus dieser Rebsorte werden sowohl fruchtige und frische Weine hergestellt, sowie auch wichtige Qualitätsrotweine wie Romagna DOC Sangiovese Superiore und Romagna DOC Sangiovese Riserva Bertinoro.

Seine Farbe ist Rubinrot, manchmal mit violettem Einschlag und er hat ein feines fruchtiges und blumiges Bukett, das an Veilchen und rote Früchte wie Kirschen erinnert. Der Geschmack ist trocken, harmonisch, weiches Tannin, mit einem angenehmen feinsäuerlichen Abgang.

Die Kellereien von Consorzio Vini di Bertinoro, die Romagna DOC Sangiovese Superiore und Romagna DOC Sangiovese Riserva Bertinoro herstellen, sind die Folgenden:

Campodelsole
Celli
Fattoria Paradiso

La Verna

Das Kloster La Verna liegt am Südwesthang des Monte Penna und nördlich von Chiusi della Verna auf 1128 Meter.

1213 schenkte der Graf Orlando Catani von Chiusi den Monte Alverna Franz von Assisi und seinem Orden. Ein Jahr später kam Franziskus das erste Mal an diesen Ort. Während seines Lebens wurden nur die Kapelle Santa Maria degli Angeli und mehrere einfache Hütten errichtet. An diesem Ort soll Franziskus 1224 die Wundmale Christi empfangen haben.
Basilika
Darstellung der Geburt Christi in der Basilika, Werk von Andrea della Robbia
Basilika

Die Basilika Chiesa Maggiore wurde von 1348-1509 erbaut. 1348 finanzierte der Graf Tarlato den Kirchenbau. Vollendet wurde er mit Mitteln der Konsulen dell’arte della Lana aus Florenz und am 22. April 1509 eingeweiht. Am 22. August 1921 wurde die Kirche zur Basilica minor erhoben.

Von der florentinischen Künstlerfamilie della Robbia sind auf La Verna fünfzehn glasierte Terracotta-Tafeln zu sehen. In den Seitenkapellen der Basilika befinden sich das von Andrea della Robbia stammende älteste Werk, das 1476 erschaffene Maria Verkündigung, und als weitere Werke die Geburt des Herrn und die Himmelfahrt Christi. Die beiden Figuren Franz von Assisi und Abt Antonius auf den Seiten des Hochaltars werden ihm ebenso zugeschrieben. Am Altar rechts des Eingangsbereichs befindet sich die Terracotta-Tafel Madonna der Zuflucht, die auch von diesem Künstler stammen könnte. Diese Tafel befand sich bis 1874 im benachbarten Vallesanta.

In der Mitte des 1495 erbauten Chorgestühls mit den Sitzen aus Nussbaumholz befindet sich das mit Schnitzereien und Einlagen dekorierte große Lesepult aus dem Jahr 1509.

Unter dem Hochaltar befinden sich in einem ausgeschnitzten Sarg die Überreste des Johannes von La Verna. Hinter einem schmiedeeisernen Gitter befindet sich die Reliquienkapelle. 1939 ließ Graf Ginori die Kapelle des allerheiligsten Sakraments unter das alte Orgelgehäuse bauen.

Die aus 90 Registern und 5500 Pfeifen bestehende Orgel wurde mehrmals restauriert, erneuert und erweitert. Das alte Orgelgehäuse ist aus dem 15. Jahrhundert und beinhaltet heute die Echo-Orgel mit zwölf Registern. Die große Orgel wurde 1926 eingeweiht und stammt von der Firma Tamburini aus Crema.